gARTENreich – Mehr Vielfalt im Garten
Die Biodiversität, also die Vielfalt der Lebensräume, Arten und deren genetische Vielfalt, nimmt in Deutschland immer weiter ab. Gärten können eine wichtige Rolle beim Schutz der Artenvielfalt spielen. Bundesweit gibt es 16,6 Millionen Privatgärten (Stand 2025). Wenn sie naturnah gestaltet sind, dienen sie Tieren als Zufluchtsort, auch um den Weg zu größeren Lebensräumen zu überbrücken.
Doch viele Gärten schöpfen ihr ökologisches Potenzial noch nicht aus. Häufig fehlen etwa heimische Pflanzen, die Nahrung für Vögel und Insekten bieten, oder Kleinstrukturen als Lebensraum. Ein Problem sind auch Pestizide und versiegelte Flächen.
Wie mehr Natur möglich ist, zeigte das Projekt „gARTENreich – Präferenzen und Hemmnisse für die Gestaltung artenreicher Privatgärten“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wurde.
Wissenschaft, Kommunen und Haushalte untersuchten zusammen, wie sich die Biodiversität im Einklang mit den Nutzungsbedürfnissen von Gartenbesitzer*innen erhöhen lässt. Entstanden sind praxisnahe Anleitungen und Tipps für naturnahes Gärtnern.
Diese Website wird seit Oktober 2025 nicht mehr aktualisiert. Alle im Projekt erarbeiteten Inhalte stehen Ihnen hier weiterhin zur Verfügung.
Welchen Beitrag können rund 17 Millionen Gärten für den Erhalt der Artenvielfalt leisten?
Ein Wildblumenbeet bringt Farbe in den Garten und bietet vielen Insektenarten Nahrung. Was gibt es beim Anlegen zu beachten?
Die Blumenwiese macht wesentlich weniger Arbeit als ein herkömmlicher Rasen, ist eine Augenweide für Menschen und ein Ort des bunten Treibens für Insekten.
Wildpflanzen stellen sich vor: In diesem interaktiven Onlinetool präsentiert der NABU im Rahmen des Projekts gARTENreich heimische Wildblumen, Stauden, Frühblüher, Sträucher und Bäume.
So geht's:
Mehr Natur in meinem Garten
Artenreiche Gärten können sehr unterschiedlich aussehen: Sie müssen Ihren Garten nicht gleich zum perfekten Naturgarten umgestalten.
Stattdessen können Sie Bausteine einarbeiten, die die biologische Vielfalt fördern und die zu Ihrer Gartennutzung passen. Viele Dinge, die wertvoll für die Artenvielfalt sind, funktionieren auch auf kleinen Flächen, sodass sie für alle Gartentypen integrierbar sind.
Für Kommunen:
Leitfaden und Medienpaket
Naturnahes Gärtnern verpflichtend vorschreiben? Die im Projekt gARTENreich untersuchten Kommunen setzten stattdessen auf Beratung, Information und Anreize.
Basierend auf einer Umfrage mit Gartenbesitzer*innen hat das Projekt passende Materialien entwickelt, die Wissenslücken über naturnahes Gärtnern schließen. Sie können von Kommunen kostenlos auf der eigenen Website eingebunden werden.
Zudem unterstützt ein Handlungsleitfaden Kommunen dabei, naturnahes Gärtnern zu fördern. Er gibt etwa Ideen für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit, stellt Beispiele vor und erklärt, wie die gARTENreich-Materialien genutzt werden können.