Projektgärten
Die im Projekt beteiligten Gärten bildeten als sogenannte Reallabore den transdisziplinären und anwendungsorientierten Kern des Vorhabens. Reallabore dienen oft als Forschungsinfrastruktur für die transdisziplinäre Nachhaltigkeits- und Transformationsforschung, weil darin sogenannte Realexperimente durchgeführt werden. Das sind realweltlich orientierte experimentelle Interventionen, in denen praktische Lösungen zu Fragen der Nachhaltigkeit erarbeitet und direkt umgesetzt werden.
Die Reallabore umfassten die in den Projektgärten durchgeführten Workshopreihen und den Fotowettbewerb. Die in diesem Zuge erfolgte naturnahe Gartenumgestaltung stellte das Realexperiment dar.
Einblicke aus den Projektgärten
25. Juni: Die Preisträger*innen des Fotowettbewerbs im Projekt gARTENreich gewannen eine Gartenberatung der Naturgartenexpertin Ulrike Aufderheide.
Workshopreihe in Aumühle und Gütersloh
In Aumühle und Gütersloh wurde jeweils eine dreiteilige Workshopreihe mit je zehn Gartenbesitzer*innen durchgeführt. Im ersten Workshop, der im Mai 2022 stattfand, ging es zunächst um eine Zustandsanalyse. Gemeinsam wurde besprochen, welchen Wissensstand und Informationsbedarf die Teilnehmenden in Bezug auf biodiversitätsfreundliches Gärtnern haben, sowie was ihre Bedürfnisse, Interessen und Motive für ihre Gartengestaltung sind. Außerdem wurde die bestehende Struktur- und Artenvielfalt in den teilnehmenden Gärten erfasst.
Zweiter Workshop entwickelt Biodiversitätsbausteine
Im zweiten Workshop Ende 2022 wurden dann Ideen für sogenannte „Biodiversitätsbausteine“ entwickelt und gemeinsam mit professionellen Gartenberaterinnen umgesetzt. Das sind kleine Bausteine, die auf die Bedürfnisse der Gärtner*innen und die Beschaffenheit der Gärten angepasst und umgesetzt wurden, um die lokale Struktur- und Artenvielfalt im Garten zu erhöhen. Dazu gab es eine kurze individualisierte Gartenberatung durch den NaturGarten e.V., der die Konzeption und Umsetzung der Biodiversitätsbausteine fachlich betreute.
Evaluation und Bewertung im dritten Workshop
Im dritten Workshop im Frühjahr 2023 wurden die Biodiversitätsbausteine sowie der Prozess schließlich evaluiert und bewertet. Erkenntnisse aus den Workshops wurden im Anschluss bei der Erstellung von Kommunikationsmaterialien aufgegriffen.