Natürliche Nisthilfen

Mit natürlichen Nisthilfen helfen Sie vielen Arten auf einmal. Ob alte Baumstämme, Totholzhecken, Reisighaufen oder Stängel – von Totholz profitieren Insekten, Vögel und andere Kleintiere, ob als Nahrung, Versteck oder Nist- und Überwinterungsplatz. Genauso wichtig sind offene Bodenflächen: Fast 75% der Wildbienenarten benötigen diese, da sie im Boden brüten.  

Wem nützt es?

Totholz bietet Versteckmöglichkeiten, Nistplatz, Nahrung oder Baumaterial. Einige Arten können sogar gar nicht ohne: etwa die gewöhnliche Löcherbiene, die Blauschwarze Holzbiene, die gemeine Goldwespe, der Goldrosenkäfer oder der gemeine Widderbock.  
 

  • Baumstamm: Rosenkäfer, Holzbienen, Pelzbienen-Arten und viele weitere Arten.
  • Stängel: Maskenbienen, Schwarze oder Blaue Keulenhornbiene und viele weitere Arten.
  • Reisighaufen: Heimat und Überwinterungsmöglichkeit für viele kleine Tiere – Insekten, Käfer, Blindschleiche, Igel und Co.  
  • Offener Boden oder Sandkuhlen: Nisthilfe für viele Wildbienen und Hummeln 

Anleitung

A – Baumstamm: einem Baumstumpen oder einem großen Stück Baumstamm, welches im Garten verrotten darf, einen am besten sonnigen Platz suchen. Man kann ihn kreativ in die Gartengestaltung integrieren. Nach dem Aufstellen muss man nichts weiter tun, außer ihn ggf. von überwuchernden Pflanzen zu befreien. 

B – Alte Stängel: Markhaltige Stängel wie die von Himbeere, Brombeere, Heckenrose oder Schwarzem Holunder in ca. ein Meter lange Stücke schneiden und senkrecht an einem Zaun o.Ä. befestigen. Sie bieten natürliche Nisthilfen für Insekten. Bienen nisten meist über ein Jahr lang, daher müssen die Stängel auch mindestens so lang hängen bleiben. Pflege bedürfen sie keiner. Aus dem gleichen Grund sollte man die Stängel von Stauden über den Winter stehenlassen, anstatt sie im Herbst abzuschneiden.  

C – Reisighaufen: Ein Lebensraum für viele Tierarten. An einer schattigen und windstillen Ecke Gartenreisigabfälle auf einen Haufen (freiliegend oder mit luftdurchlässiger Umzäunung, z. B. Paletten oder Maschendrahtzaun) legen. Pflege: Mindestens bis in den späten Frühling hinein liegen lassen. Laub, Gehölzschnitt, Blumenzwiebeln etc. können über das Jahr einfach weiter dazugelegt werden. Bei viel Trockenheit kann man den Haufen auch etwas anfeuchten. 

D – Offener Boden oder Sandkuhlen:Besonders gut geeignet ist sandiger Boden an sonnigen Standorten. Hier genügt es, einige Stellen nur wenig bewachsen zu halten, so dass ausreichend offene Fläche vorhanden ist. Auch Vögel oder z.B. Eidechsen nehmen gern ein Sandbad oder legen hier sogar ihre Eier ab.