Rückblick

Hier entdecken Sie Meldungen und Veranstaltungen aus dem Projekt gARTENreich, das im Oktober 2025 endete.

Libelle

Webinar verpasst?

Kommunen dürfen die im Projekt gARTENreich entwickelten 

Materialien kostenlos auf ihren Websites einbinden, um Bürger*innen über naturnahes Gärtnern zu informieren. In einem Webinar für Kommunen (das 14. Mai und am 24. Juni 2025 stattfand) stellten das IÖW und der NABU das Medienpaket vor. Außerdem wurden weitere Ergebnisse  

präsentiert, etwa aus den Umfragen des Projekts.

Zudem gab es am 22. Mai 2025 ein Webinar für Gartenbesitzer*innen. Die Präsentation gibt es unter NABU.de/gartenreich-webinar

Artenschutz: Kommunen ermuntern Bürger*innen zum naturnahen Gärtnern

Jeder Garten kann etwas für die Biodiversität tun – durch eine vielseitige Gestaltung, heimische Wildpflanzen und eine pestizidfreie Pflege. Die über 16 Millionen Privatgärten in Deutschland sind bereits jetzt wichtig für Insekten und Co. Doch die meisten von ihnen könnten noch deutlich mehr für den Artenschutz erreichen als bisher, wie das Projekt gARTENreich zeigt. Mit Förderung durch das Bundesforschungsministerium hat der Forschungsverbund unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Materialien zu naturnahem Gärtnern erstellt, mit denen nun immer mehr Kommunen ihre Bürger*innen informieren.

Es summt und brummt – Tipps für natürliches Gärtnern

Zum Frühlingbeginn gaben Alexandra Dehnhardt und Jessica Rusch aus dem gARTENreich-Team drei Tipps, um mit dem eigenen Garten etwas gegen das Artensterben zu bewirken. 

Mehr Natur im eigenen Garten: So geht‘s

Zahlreiche Menschen machen im Herbst ihre Gärten winterfest. Laut dem Projekt gARTENreich gibt es in Deutschland 16,6 Millionen Privatgärten. Sie nehmen zwei Prozent der deutschen Landesfläche ein und können einen wichtigen Beitrag für die biologische Vielfalt leisten. Die Website www.gartenreich-projekt.de ermutigt Gartenbesitzer*innen, den Artenschutz bewusst zu fördern: Erklärfilme, Steckbriefe für heimische Pflanzen, Anleitungen für Lebensraumstrukturen und ein Ratgeber helfen beim naturnahen Gärtnern. Mit den Materialien können auch Kommunen ihre Bürger*innen unterstützen. Das Projekt gARTENreich wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. 

Rückblick: Abschlusstagung „Artenvielfalt in jedem Garten“ 

Was leisten Privatgärten für die Biodiversität und wie können Kommunen naturnahes Gärtnern fördern? Diese Frage stand im Zentrum der gARTENreich-Abschlusstagung am 25. September 2024 in Gütersloh. Im Garten Lebensraum für heimische Pflanzen und Tiere zu schaffen, führt schnell zu Erfolgen, erhöht die Selbstwirksamkeit und steigert die Nachfrage nach regionalem Saatgut. 

Insgesamt bedecken die 16,6 Millionen Privatgärten ca. zwei Prozent der Fläche Deutschlands, wie das Projekt berechnete. Wenn viele von ihnen naturnah gestaltet werden, entsteht ein sichtbares Potenzial für die Artenvielfalt. Beispiel: Gärten mit Teich haben im Schnitt 44 Arten mehr als ohne Teich. Die Bereitschaft dem eigenen Garten neue Strukturelemente hinzuzufügen – etwa einen Teich, ein Staudenbeet, Totholz oder Obstbäume – steigt laut der Umfrage des Projekts durch eine finanzielle Förderung. Vertreter*innen der Kommunen Gütersloh und Bad Dürkheim sehen Grenzen bei der Finanzierbarkeit, haben aber auch mit Information und Beratung gute Erfahrungen gemacht.  

Projektgarten im 3sat

3sat Nano berichtet erneut über einen der 20 Projektgärten: Drei Jahre nach der Umgestaltung hat er sich zu einem Lebensraum für heimische Arten entwickelt. Das Projekt konnte in den Gärten nachweisen, dass vielseitige Lebensraumstrukturen die Vielfalt der Vegetation erhöhen: „Wir haben den Zusammenhang zwischen den Strukturelementen […] und den vorhandenen Pflanzenarten erhoben“, erklärt Projektleiterin Dr. Alexandra Dehnhardt vom IÖW und fasst zusammen: „Je mehr Strukturelemente, desto mehr Wirkung für die Biodiversität.“ 

Gemeinsam mit Beate Gahlmann von der Stadt Gütersloh verweist sie auf das umfangreiche Infopaket mit kostenfreien Anleitungen für verschiedene Lebensraumelemente auf www.gartenreich-projekt.de

Handlungsleitfaden und Medienpaket für Kommunen

Was wissen Gartenbesitzer*innen über naturnahes Gärtnern und welche Informationen fehlen ihnen, um ihren Garten natürlicher zu gestalten? Das Projekt gARTENreich hat dazu eine Umfrage durchgeführt und passende Materialien entwickelt.


Ein Handlungsleitfaden fasst die Ergebnisse zusammen, stellt Beispiele vor und erklärt, wie die Materialien aus dem Projekt genutzt werden können. Er hilft Kommunen dabei, Strukturen zu schaffen und gibt Ideen für eine wirksame Öffentlichkeitsarbeit.

Selbsttest: Wie vielfältig ist mein Garten?

Reisighaufen, Vogeltränke oder Kompost – das sind Beispiele für Biodiversitätsbausteine. Je mehr solcher Mini-Lebensräume ein Garten bietet, desto besser, denn dann können sich viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten ansiedeln.

Mit dem gARTENreich-Selbsttest erkennen Gartenbesitzer*innen Potenziale für mehr Artenvielfalt. Außerdem stellt das Projekt eine praktische Anleitung für die naturnahe Gartenpflege bereit.  

Fachgespräch Transdisziplinäre Forschung

Im Projekt gARTENreich arbeiteten Forschende mit Kommunen, Naturschutzvereinen und Bürger*innen daran, naturnahes Gärtnern zu fördern. Praxispartnerin Beate Gahlmann aus der Gütersloher Stadtverwaltung betonte auf der FEdA-Statuskonferenz am 13. Mai 2024:

„Das Aufeinandertreffen unterschiedlicher Denk-, Wissens- und Arbeitssysteme innerhalb des Projektes hat ein gegenseitiges Lernen ermöglicht.“ Das Fachgespräch können Sie auf YouTube anschauen.

Wildpflanzen stellen sich vor

Pflanzen und Tiere haben sich im Laufe der Evolution aneinander angepasst. Daher bieten mitteleuropäische Wildpflanzen heimischen Insekten, Vögeln und anderen Kleintieren Nahrung und Rückzugsort und spielen eine unverzichtbare Rolle für den Erhalt der Artenvielfalt. Viele dieser Pflanzen sind farbenprächtig und bereichern einen Garten als Blumen in Wiese oder Beet, als erste Frühlingsboten oder als Hecke. In einem interaktiven Onlinetool stellt der NABU im Rahmen des Projektes gARTENreich einige von ihnen vor. 


Dritter gemeinsamer Workshop in Gütersloh

22. Juni 2023 | Gartenbesitzer*innen und das Projektteam tauschten sich zu mehr Artenvielfalt im eigenen Garten sowie den bisherigen Erfahrungen mit gARTENreich aus, berichtet die Stadt Gütersloh.

Projektgarten bei 3sat NANO

Biodiversität im Vorgarten: 3sat NANO besuchte einen Projektgarten in Gütersloh, ein Jahr nachdem er zusammen mit Forschenden des Projekts gARTENreich umgestaltet wurde: Die ehemalige Rasenfläche hat sich in ein Sennebeet mit regionalen Wildpflanzen verwandelt und bietet Lebensraum für bedrohte Insekten. 
Gartenplanerin Tessa Baumer von Naturgarten e. V. betont:  „Heimische Pflanzen sind wichtig, um einen Biotopverbund aufzubauen – von Garten zu Garten, von Naturschutzflächen zu Gärten und öffentlichem Grün – und so das Artensterben zu stoppen.“ 


Trendwende dringend nötig

Jeder Garten und Balkon kann etwas gegen den Artenschwund bewirken. Hier ist Engagement der Gartenbesitzer:innen gefragt, denn: „Wenn wir die Trendwende nicht schaffen, hat das dramatische Folgen für die Menschen", warnt Dr. Alexandra Dehnhardt im ZDF.

Broschüre für mehr Artenvielfalt im eigenen Garten

Welche Tiergruppen fühlen sich in Gärten wohl und wie schaffen Gärtnerinnen und Gärtner passende Lebensräume? Von natürlichen Nisthilfen bis hin zu Blumenwiesen: Mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen und anschaulichen Informationen zeigt der NABU, wie Vögel, Insekten und Reptilien in den Garten einziehen. Das gARTENreich-Einsteigersteigerpaket steht hier als PDF bereit:

Deutschlands Gärten für mehr Artenvielfalt – Das Projekt gARTENreich in der Presse 

Tipps und Tricks für den Garten, heimische Pflanzen für Gartenbesitzer*innen oder das Potenzial der Gärten für den Erhalt der Artenvielfalt: Verschiedene Medien berichteten über das Projekt Gartenreich. Unter anderem National Geographic, NANO, Stiftung Warentest und die Glocke.

Forschungsprojekt: Wie Millionen von Gärten in Deutschland zum Schutz von biologischer Vielfalt beitragen können

2. Mai 2022 | Gärten können eine wichtige Rolle dabei spielen, das Artensterben aufzuhalten: Schätzungen zufolge gibt es 17 Millionen Gärten in Deutschland, eine riesige Anzahl kleiner Lebensräume. Bislang ist die biologische Vielfalt in Gärten vielerorts allerdings niedrig und hat in den letzten Jahren sogar abgenommen. Das Projekt gARTENreich möchte darauf hinwirken, dass sich dies ändert. Um zu erforschen, wie Gärten zum Erhalt der Biodiversität in Deutschland beitragen können, und um mit diesem Wissen die biologische Vielfalt in Gärten zu fördern, arbeiten mehrere Institutionen aus Wissenschaft und Praxis mit kommunalen Partnerinnen zusammen und werden dabei vom Bundesforschungsministerium gefördert. 

Interview mit Projektleiterin Dr. Alexandra Dehnhardt

Zum Tag der Erde 2022 am 22. April berichtet Agrar- und Umweltökonomin Dr. Alexandra Dehnhardt vom IÖW und Projektleiterin vom Projekt gARTENreich im Interview mit Fördermittelgeber BMBF, wie Artenschutz im eigenen Garten funktioniert: Mit heimischen Pflanzen, Laubhaufen und Totholz leisten Gärten einen wertvollen Beitrag. 

Fotowettbewerb

Mitte März 2022 startete der Fotowettbewerb „Lass es blühen für Hummel und Co – erschaffe dein gARTENreich“. Interessierte Gütersloher*innen und Aumühler*innen konnten sich an verschiedenen Ausgabestellen in den beiden Kommunen kostenlose Samenmischungen mit regionalem Saatgut für ein Wildblumenbeet abholen. 

Logo Institit für ökologische Wirtschaftsforschung IÖW
Logo NABU
Logo Naturgarten e. V.
Logo Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Logo Universität Jena
Logo der Stadt Gütersloh
Logo der Gemeinde Aumühle
Logo Forschungsinitiative FEdA